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2004 bis 2015Gründung und Aufbau des Unternehmens
2004 am 01. August - Beginn unseres Unternehmens Gründung des ambulanten Pflegedienstes Mobile Pflege Fuchstal Beate Gürster & Marlis Krieger GbR 2006 am 01. Januar Eröffnung der Tagespflegestätte Asch 2008 am 01. März Übernahme der 24Stunden-Versorgung der Mieter in der ambulant betreuten Fuchstaler Senioren-Wohngemeinschaft 2012 am 01. Januar Eröffnung der Tagespflegestätte Leeder 2015 am 31. Dezember beendet Marlis Krieger ihre Tätigkeit als Verantwortliche Pflegefachkraft im Pflegemanagement und ihre Beteiligung an der Geschäftsführung des Unternehmens Mobile Pflege Fuchstal, um sich in den Ruhestand zu begeben. |
 |  | | August 2004 |
Den Weg von der Idee bis zur Firmengründung beschreiben die Firmengründerinnen unter ihrem Namen. |
Beate Gürster, geboren 1960 in Regensburg verheiratet, 5 Kinder, 8 Enkel - Stand 2017:-) wohnhaft im Fuchstal seit 1986 examinierte Krankenschwester mit Fortbildung zur Pflegeüberleitung, Pflegedienstleitung nach SGB XI Ausbildung zur Bürokauffrau, Sozialwirtin (bfz/FH) Qualitätsfachkraft-/managerin interne Auditorin Fachkraft für Betriebliche Gesundheit Wundexpertin (ICW) Viele Jahre war ich als Krankenschwester im internistischen Bereich einer somatischen Klinik tätig. Dort hatte ich häufig Kontakt zu älteren pflegebedürftigen Menschen. In dieser Zeit kümmerte ich mich gern um die individuellen Bedürfnisse und Wünsche dieser Patienten. Ich habe sie unterstützt, begleitet und beraten. Auch wenn sich die Frage einer Weiterversorgung nach dem Krankenhausaufenthalt stellte, stand ich mit Rat und Tat zur Seite. Ich habe mich mit den Betroffenen gefreut, wenn die Rückkehr in die gewohnte häusliche Umgebung möglich war. Während meiner Tätigkeit als Pflegeüberleitung und Beraterin in verschiedenen vollstationären Altenpflegeeinrichtungen habe ich häufig erlebt, dass trotz liebevoller Pflege und umfangreichen Betreuungsangeboten aktive Personen schon nach kürzester Zeit immobil waren und Bewohner, ,die noch „in voller Blüte" ihres Lebens standen, rasch zu „verwelken" begannen. Immer öfter habe ich mich gefragt, ob dieser Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim – in eine neue, ungewohnte Umgebung – wirklich nicht zu umgehen war? Ich vergleiche einen solchen Umzug mit dem „Versetzen eines alten Baumes". Ich weiß, was dies für einen alten Baum bedeutet: - er wird herausgerissen aus seiner gewohnten Umgebung
- ein großer Teil seiner Verwurzelungen bleibt zurück
- er muss sich an einen völlig unbekannten Platz begeben
- er ist konfrontiert mit einem fremden Klima
| Wie wird ein alter Baum damit fertig? Kann er dieses große Ereignis verkraften und überleben? Wohl kaum – er wird nicht mehr blühen, sondern verwelken und vielleicht vor seiner Zeit zugrunde gehen. Im Mai 2004 musste ich mich plötzlich persönlich mit der Frage „Pflegeheim – ja oder nein" auseinander setzen. Meine Eltern, beide erst Mitte sechzig, erkrankten schwer. Das Leben in gewohnter Umgebung war ohne professionelle Unterstützung nicht mehr möglich. Die bereits beschriebenen Gedanken wurden plötzlich Realität. Mein Wunsch war, meinen Eltern den schweren Weg in ein Pflegeheim und die damit verbundene „Entwurzelung" zu ersparen. Ebenso wollte ich auch anderen pflegebedürftigen Personen meine Dienste anbieten, um ihnen weiterhin das Leben in ihrer gewohnten Umgebung zu ermöglichen. Ich entschied mich, meine Managementaufgabe in der vollstationären Pflegeeinrichtung aufzugeben, um einen ambulanten Pflegedienst zu gründen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe suchte und fand ich in meiner Geschäftspartnerin Marlis Krieger eine engagierte und kompetente Mitstreiterin. Zahlreiche Hürden mussten überwunden werden und ebenso viele Anstrengungen waren erforderlich, bis wir dann endlich im August 2004 daran gehen konnten, unser Konzept in die Wirklichkeit umzusetzen. |
Marlis Krieger, geboren 1952 verheiratet, ein erwachsener Sohn wohnhaft in Fuchstal-Asch seit September 1994 examinierte Krankenschwester Pflegedienstleitung in einem ambulanten Pflegedienst Stationsleitung im Akutkrankenhaus Wohnbereichsleitung im Altenheim Als Leitung eines großen Wohn- und Pflegebereiches in einem Altenheim versuchte ich, die Ressourcen der Bewohner zu nutzen und ihnen ein wenig Lebensqualität zu erhalten. Selbst ich als langjährige Krankenschwester war betroffen, wie schnell alte Menschen in ein Abhängigkeitsverhältnis geraten und ihre Persönlichkeit verlieren. Es machte mich traurig, wie die mir anvertrauten Menschen innerhalb kurzer Zeit Fähigkeiten verloren, die bei ihrer Aufnahme ins Altenheim noch vorhanden waren. Ich kann und will es nicht akzeptieren, dass am Ende eines Lebens der gesamte Lebensinhalt in einem Zimmer (vielleicht sogar ohne eigene Möbel) und einem Fotoalbum endet. Deshalb werde ich meine letzten Berufsjahre dazu nutzen, alte und kranke Menschen in ihrer gewohnten Ungebung zu unterstützen.. Ihnen und ihren Angehörigen zu helfen, ihre regelmäßig wiederkehrenden Alltagsprobleme zu meistern. Wenn möglich, sie auch ein Stück weit zu begleiten in ihrer letzten Lebensstunde. Besonders demente Menschen brauchen eine auf ihre Biographie zutreffende Versorgung. Sie werden in einer fremden Umgebung nie heimisch und noch mehr verwirrt. Es ist nicht möglich, sie ihr verwirrtes Leben leben zu lassen. Sicher habe ich in meiner langjährigen Berufstätigkeit auch erfahren, dass für manchen alten Menschen das Altenheim eine wichtige und notwendige Einrichtung ist. Dieser letzte Schritt kommt für mich jedoch erst dann in Frage , wenn alle anderen Möglichkeiten, einen alten Menschen zu Hause zu versorgen, erschöpft sind. Ich bin mir sicher, dass wir mit unserer professionellen Pflege und gezielter Versorgung einen Krankenhausaufenthalt und eine Altersheimunterbringung meistens hinauszögern und im günstigsten Fall vermeiden können. In meiner täglichen Arbeit mit meinen Patienten erlebe ich es sehr oft, wie genügsam alte Menschen sind. Im Alter verlagern sich unsere Prioritäten und Werte. Sie sind glücklich, weil sie zu Hause sind. Ein Zuhause, das sie sich selbst aufgebaut haben, welches mit ihren Lebensinhalten gefüllt ist. Im Altenheim laufen alte Menschen häufig fort. Zu Hause kommt das eher selten vor. Warum auch? - Zu Hause gibt es keinen Grund, weil der alte Mensch sich wohl und sicher fühlt. Weil sich genau hier seine Wurzeln befinden. Einen alten Baum versetzt man nicht. Wir glauben, dass viele professionell Pflegende, aber auch alle, die schon mit betroffenen Menschen zu tun hatten, ähnliche Gedanken haben. Für unser Unternehmen wünschen wir uns Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die wie wir von ähnlicher Motivation bewegt und davon überzeugt sind, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind und die uns dabei begleiten und unterstützen wollen. |
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